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Ratgeber für Administration, Buchhaltung und Recht im Schweizer KMU

Für Treuhänder: Grundlagen für die Mandantenberatung

Viele Fragen von KMU-Mandanten drehen sich um dieselben Schwellenwerte und Fristen. Diese Seite fasst sie mit Fundstelle zusammen. Die verlinkten Artikel erklären die Themen so, dass du sie Mandanten zur Vorbereitung weitergeben kannst.

Schwellenwerte auf einen Blick

  • CHF 100'000 Umsatz: MWST-Pflicht (MWSTG Art. 10) und Eintrag ins Handelsregister für Einzelunternehmen (OR 931)
  • CHF 500'000 Umsatz: doppelte Buchhaltung für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (OR 957)
  • CHF 5'024'000 Umsatz und CHF 108'000 Steuer: Obergrenzen für die Saldosteuersatzmethode (MWSTG Art. 37)
  • Zwei von drei Werten in zwei Folgejahren (Bilanzsumme CHF 20 Mio., Umsatz CHF 40 Mio., 250 Vollzeitstellen): ordentliche Revision (OR 727)
  • Nicht mehr als zehn Vollzeitstellen: Opting-out mit Zustimmung aller Gesellschafter möglich (OR 727a Abs. 2)
  • CHF 22'680 Jahreslohn: BVG-Eintrittsschwelle 2026
  • CHF 120'000 Jahreseinkommen: Voraussetzung für den Verzicht auf Arbeitszeiterfassung, zusammen mit GAV und schriftlicher Zustimmung (ArGV 1 Art. 73a)

Fristen, die Mandanten oft verpassen

  • Anmeldung bei der ESTV innert 30 Tagen nach Beginn der MWST-Pflicht (MWSTG Art. 66)
  • MWST-Abrechnung und Zahlung innert 60 Tagen nach Ende der Periode (MWSTG Art. 71 und 86)
  • Rechtsvorschlag innert zehn Tagen nach Zustellung des Zahlungsbefehls (SchKG Art. 74), Fortsetzungsbegehren frühestens nach 20 Tagen und innert eines Jahres (SchKG Art. 88)
  • Aufbewahrung der Geschäftsbücher zehn Jahre (OR 958f), der Arbeitszeitaufzeichnungen fünf Jahre (ArGV 1 Art. 73)

Unterlagen für den Jahresabschluss

Eine Checkliste, die du Mandanten vor dem Abschluss schicken kannst:

  • Bank- und Kreditkartenauszüge per Stichtag
  • Liste der offenen Kundenrechnungen (Debitoren) und Lieferantenrechnungen (Kreditoren) per Stichtag
  • Inventar von Warenlager und angefangenen Arbeiten
  • Belege zu Anschaffungen und Leasingverträgen
  • Lohnjournal, Lohnausweise und Abrechnungen der Ausgleichskasse
  • Angaben zu Privatbezügen und privater Nutzung von Geschäftsfahrzeugen
  • MWST-Abrechnungen des Geschäftsjahres

Revision durch zugelassene Revisoren

Die eingeschränkte Revision darf nur ein zugelassener Revisor oder Revisionsexperte durchführen, die ordentliche Revision nur ein zugelassener Revisionsexperte. Die Zulassung erteilt die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB). Treuhänder, die bei einem Mandanten die Buchhaltung führen, dürfen bei diesem nur unter bestimmten Bedingungen gleichzeitig die eingeschränkte Revision übernehmen (OR 729).

Themenseiten für Mandanten

Buchhaltung & Finanzen

Buchführungspflicht, MWST-Methoden, Revision und Aufbewahrung in der Übersicht.

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Pflichtangaben nach MWSTG Art. 26, QR-Rechnung, Verzugszins und Betreibung.

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