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Wenn sogar der Bund gehackt wird: Was das für dein KMU heisst
Bundesamt für Informatik, Kanton Graubünden, Liechtensteiner Register: drei Behörden-Hacks in einer Woche. Die Lektion für KMU ist nicht mehr Angst, sondern eine ehrliche Frage zur eigenen Update-Disziplin.
12.08.2026
Admin & Organisation
Diese Woche traf es das Bundesamt für Informatik, den Kanton Graubünden und das liechtensteinische Register der wirtschaftlich Berechtigten, alle innerhalb weniger Tage. Wenn Profis mit eigenen IT-Abteilungen nicht hinterherkommen, wie steht es um den Server im Keller deines Betriebs?
Die Angriffe liefen über bekannte SharePoint-Lücken, die Microsoft am 14. Juli publiziert hatte. Ende Juli wurden sie bereits aktiv ausgenutzt. Das Problem war nicht fehlendes Wissen, sondern fehlendes Patchen. Für KMU ist die Lektion eine ehrliche Frage: Willst du selbst für Sicherheitsupdates verantwortlich sein, oder soll das jemand tun, dessen Job das ist? Selbst gehostete Systeme und lokale Software ohne Update-Disziplin sind 2026 ein Klumpenrisiko.
Was passiert ist
- Beim Bundesamt für Informatik wurden Zugangsdaten von rund 200 Konten kompromittiert; Graubünden war über dieselben SharePoint-Lücken betroffen.
- In Liechtenstein wurden rund 31'000 Datensätze aus dem Register der wirtschaftlich Berechtigten gestohlen. Betroffen sind Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften, also genau die Kundschaft vieler Schweizer Dienstleister.
Die KMU-Checkliste
- Wo läuft bei dir noch On-Premise-Software?
- Wer patcht sie, und wie schnell nach Veröffentlichung einer Lücke?
- Welche Kundendaten liegen wo, und wer haftet im Ernstfall?
Quellen
Publikationsdatum 12.08.2026